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Diverse Erkenntnisse / Geschehnisse / Änderungen

 

Heckrotorantrieb:

Im Gegensatz zu meiner BK117, bei der die Flexwelle inkl. Aussenrohr in einem Alurohr verlaufen ist, habe ich das Aussenrohr bei der AS350 im Rumpf verlegt. Aufgrund des Volumens des Heckauslegers wurden dadurch die leichten Vibrationen der Flexwelle extrem verstärkt und der gesamte Antrieb verursachte bei voller Drehzahl ein recht unangenehmes, singendes Geräusch. Da mir dies überhaupt nicht zusagte habe ich die Flexwelle wieder ausgebaut und durch einen Starrantrieb von VARIO, bestehend aus 8mm Edelstahlrohr, 25mm Alurohr und 3 Lagerstellen ersetzt.

Der Anschluss am Heckrotor wurde mittels Klauenkupplung, der Anschluss an der Mechanik mittels Kardanknochen realisiert, da an der Mechanik ein stärkerer Winkelversatz besteht.

Der Heckantrieb läuft nun wesentlich ruhiger und der singende Ton ist nicht mehr vorhanden.

 

Turbine shut off aufgrund "low batt.":

Es war am 20. Mai dieses Jahres. Ich hatte bereits 3 Einstell-Flüge absolviert und aus Westen drückten dunkle Regenwolken in meine Richtung. Einen Flug wollte ich noch machen und das noch vor dem Regen ... also hurtig !

Nach 6:55 Minuten schaltete die Turbine plötzlich ab als ich in größerer Entfernung aus einer Linkskurve kam. Aufgrund der hohen Geschwindigkeit, mit der der Heli aus der Kurve kam und mit etwas Glück gelang mit eine Notautorotation direkt am Flugfeld. Der Heli hatte dabei leider noch etwas Fahrt und die linken Kufenbügel wurden verbogen, ebenso der Hecksporn. 

 

 

Was war geschehen ? Die spätere Analyse zeigte, dass zumindest 1 Zelle des 2400´er Turbinenakkus zusammengebrochen ist. Diese hat innerhalb kürzester Zeit den Akku unter 6 Volt gezogen und die ECU zu einer Notabschaltung veranlasst. 

Nun ja, der Akku war 3 Jahre alt und somit eigentlich schon längst auszutauschen. Auch die Tatsache, dass ich den Akku am Donnerstag geladen hatte und er am Samstag "von selbst" leer war hat mich an diesem Tag leider nicht genügend beunruhigt, da ich schlicht und einfach dachte, ich hätte ihn doch vergessen zu laden.

Fazit daraus .... es ist auch dem Turbinenakku ein hohes Maß an Aufmerksamkeit zu schenken und sollte dieser auch regelmäßig getauscht werden. Ebenso die Vorgabe von JetCat, den Akku nach jedem 2. spätestens jedoch nach dem 3. Flug zu laden, sollte dringendst eingehalten werden.

 

Heckrotorblätter und die Temperatur:

Im Zuge der Kontrollen am Hubschrauber nach der vorgenannte Notautorotation ist mir das Heckrotorblatt aufgefallen

 

Hätte die Turbine nicht aufgrund des Akkus abgeschalten, hätte ich wahrscheinlich innerhalb der nächsten Flugminute ein Heckrotorblatt verloren !

Die Analyse des Schadens und die Diskussion mit dem Blatthersteller zeigten ganz klar, dass die Heckrotorblätter aufgrund des Abgasstrahles zu warm werden und das GFK dadurch so weich wird, dass der Blatthals den Zugkräften nicht mehr standhalten kann. 

Abhilfe schaffen hier 2 Maßnahmen. Erstens der Wechsel auf Heckrotorblätter aus Aluminium (M-Blades) und zweitens eine Neukonstruktion des Abgasrohres mit Abweisblechen. Die Neukonstruktion ist derzeit im Gange!

Hier die neuen Alublätter von M-Blade vor dem endgültigen Scale-Finish:

 

 

Turbine shut off aufgrund FailSave:

Irgendwie ist momentan "der Wurm" drinnen !

Letzten Samstag war ich auf einem Turbinenhelitreffen in der Schweiz. 

Der Preflight check war in Ordnung, die Turbine ging ganz normal auf Drehzahl und ich habe den Heli abgehoben. Ich war nur einige Sekunden im Schwebeflug da ging die Turbine durch FailSave auf reduzierte Drehzahl und dann aus. Die Servos waren im Schwebepitch auf Hold  und der Heli kam aus rund 2m Höhe mit abnehmender Drehzahl runter.

Auch hier war wieder genügend Glück im Spiel, denn es entstand nur geringer Schaden, diesmal an den rechten Kufenbügeln.

 

Der Schaden ist bereits wieder repariert, aber den Grund für das FailSave konnte bisher noch nicht gefunden werden. Meine ECU hat bei diesem Flug 2 FailSave mit einer  FailSave-Zeit von insgesamt 11.4 Sekunden aufgezeichnet. 

Ein Reichweitentest, den ich nachher noch durchgeführt habe hat auch kein Ergebnis gebracht - da hat alles funktioniert - allerdings konnte ich diesen Test aber wegen der beengten Verhältnisse und der vielen Zuseher nicht mit laufender Turbine machen, werde ich aber noch nachholen).  Eine Doppelbelegung beim Quarz ist ausgeschlossen, denn die meisten Piloten waren Schweizer auf 40MHZ und die anderen auf 35MHZ hatten ganz andere Kanäle.

Ich sollte in der nächsten Zeit noch ein Video davon bekommen und hoffe, eventuell daraus noch ein paar Schlüsse ziehen zu können. Ansonsten bleibt nur die mühsame Suche nach möglichen Gründen mit dem Wissen, dass der wahre Grund für den Ausfall vielleicht nie zu Tage tritt.

 

NACHTRAG:

Der Grund für das Abstellen der Turbine konnte nun ermittelt werden. 

Entgegen meiner ursprünglichen Meinung war der Auslöser gar kein "richtiges" Failsafe sondern ein Programmierfehler meinerseits. Durch diesen Programmierfehler hat ein Mischer, den ich versehentlich auf der IDLEUP1-Ebene nicht inaktiv gesetzt hatte, in den Kanal zur Turbinensteuerung hineingemischt. Dadurch hat dieser Kanal dann ca. ab Schwebepitch einen größeren Wert eingenommen als in der ECU ursprünglich eingelernt. Dies erkannte die ECU dann als Fehler, ging ihrerseits auf Failsafe und schaltete in der Folge die Turbine ab. 

Man kann bei der Programmierung von so komplexen Fernsteuerungen (Futaba FC28 in meinem Fall) nicht vorsichtig genug sein.

Hier ist nun auch das Video dazu ...AS350TurbShutOff.wmv

 

 

Neues Abgasrohr

Trotz des Einsatzes von Aluminium-Heckrotorblättern habe ich entschieden, zum Schutz des Heckauslegers ein neues Abgasrohr anzufertigen.

Hierbei sollte sowohl die äußere Form etwas mehr dem Vorbild entsprechen, als auch die Abgasführung deutlich nach rechts geführt werden, um die heissen Abgase stärker vom Heckausleger abzuleiten.

Hier das Ergebnis:

Die beim Original vorhandene "Nierenform" ist nun deutlicher dargestellt und die eingebauten Abweisbleche sollen den Abgasstrahl nach rechts leiten. Der Test des Abgasrohres verlief problemlos und es scheint diese Anordnung eine gangbarer Kompromiss zu sein. Unmittelbar nach der Landung (noch mit auslaufendem Hauptrotor) war der Heckausleger und dessen Bauteile allerhöchstens "handwarm" .... und das bei rund 27 Grad Aussentemperatur.

Hier das Video von heute ....AS350-3kurz-2.wmv

 

 

Heckrotor "neu"

Da bereits mehrere Piloten Probleme mit dem Heckrotor mit der langen Welle hatten, habe auch ich mich dafür entschieden einen anderen Heckrotor einzusetzen.

Zum Einsatz kommt nunmehr der Alu-Heckrotor von Vario mit gehärteter Welle welcher jedoch aufgrund der bestehenden Anlenk-Mimik etwas abgeändert wurde. Die Unterschiede der beiden Heckrotoren sind auf dem Bild recht klar zu sehen.

Konstruktionsbedingt sind natürlich die Blatthalter aus Kunststoff von Vario nicht so schön wie die aus Alu jedoch sind dafür die Blattlager wiederum bei Vario wesentlich größer und stärker.

 

 

 Um die bestehende Anlenkung für den Heckrotor belassen zu können habe ich den Vario-Heckrotor mit der Steuerkulisse vom Kalle-Heckrotor versehen.

Außerdem habe ich eine Aluminiumhülse gedreht, über die Hülse zur Anlenkung des Heckrotors geschoben und zweiseitig verschraubt. Diese neue Hülse ist länger und gleicht damit die aussermittige Anlenkung der Blatthalter aus, durch die anderenfalls nicht genug Steuerweg zur Verfügung stehen würde (bei Einbaulage rechts!!) Somit stehen wieder die gleichen Ausschläge zur Verfügung.

 

 

Löschbehälter "Bambi Bucket"

Dieser "Löschwassersack" erfreut sich weltweit großer Beliebtheit und wird auch an der Ecureuil AS350 der Flugeinsatzstelle Innsbruck verwendet.

 

 

 

Neben dem Bau des eigentliches Sackes habe ich mein Hauptaugenmerk auf die Konstruktion des Auslösemechanismus gelegt, damit ich so wie beim Original mehrfache Rotationen fliegen kann. Der Auslösemechanismus sollte sowohl in Optik als auch Funktion dem Original weitgehend entsprechen und somit nach dem Abwurf des Wassers automatisch wieder in Befüllposition zurückkehren.

 

Der Wassersack wurde aus dem Stoff eines alten Regenschirmes gefertigt und ist einteilig ausgeführt. Die Form entspricht im Wesentlichen der eines Kegelstumpfes.

 

 

 

 

Für die Aufrollung des Seilzuges dient eine mit einer kleinen Drehfeder ausgestatteten Trommel. Die Feder ist (auf dem Bild nicht sichtbar) hinter der Seiltrommel angebracht.

 

 

Erste Funktionstests habe ich schon gemacht aber es ist hier noch ein bisschen Einstellarbeit an der Federkraft nötig.

Ebenso muss noch das Servo hier eingebaut werden und der Klemm- bzw. Auslösemechanismuß für das Seil um das Ablassen des Wassers freizugeben.

 

Weitere Bilder zu diesem Thema folgen wenn ich weiter bin .....

 

 

 

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